Zwischen Indianern und Cowboys - Herzlich Willkommen zu den Karl-May Festspielen!

0 Kommentare

Von Rothäuten und Bleichgesichtern..

Na, ihr abenteuerlustigen Ostseefans!

Habt ihr den Ruf des Geiers nicht gehört, der zur Zeit über Bad Segeberg seine Kreise zieht? Die Karl-May Festspiele locken auch in diesem Jahr mi einer tollen Story viele Besucher und kleine sowie große Winnetou-Fans in die Kalkbergarena. Eine traumhafte Kulisse und eine fesselnde Geschichte werden euch begeistern.

Also, lest weiter für den Vorgeschmack auf das Spektakel und dann nichts wie hin! :-)

.. über Intrigen und Verschwörungen ..

Unter dem Titel ‚Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers’ findet seit Ende Juni von Donnerstag bis Sonntag ein ganz besonderes Schauspiel in der Kalkbergarena von Bad Segeberg statt. Wem die Karl-May Festspiele bisher noch kein Begriff waren, der sollte sich unbedingt einmal das Schauspiel anschauen. Jedes Jahr unter einem anderen Titel werden bei scharfen Schusswechseln und halsbrecherischen Aktionen zu Pferd neue Geschichten erzählt, die schon seit langem Groß und Klein in ihren Bann ziehen und sicherlich ebenso für den ein oder anderen ein Grund sind, mal wieder an die Ostseeküste zu kommen. Verständlich! :-)

So, lange Rede kurzer Sinn. Nun zur Story der diesjährigen Festspiele..

Im Land der Rothäute, dort wo die Indianerstämme der Sioux und Schoschonen beheimatet sind, hat sich der Bärenjäger Herr Baumann mit seinem Sohn niedergelassen. Er ist zwar eine sogenanntes Weißgesicht, steht jedoch in einem freundschaftlichen Verhältnis zu den Einheimischen. Die Familie Baumann hat sich nach einem familiären Schicksalsschlag die Bärenjägerei zum Beruf gemacht. Durch einen Angriff eines Bären vor vielen, vielen Jahren kamen Frau Baumann und die Schwester von Martin - dem Sohn der Baumanns - ums Leben. Somit fiel der Entschluss: Der Beruf wurde zur Lebensaufgabe!

Der Schwere Mokassin, so nennt sich der mächtige Häuptling der Sioux, hegt einen Greul gegen die Europäer und nutzt jede Gelegenheit, um die Indianer gegen die aufzuhetzen. Winnetou spricht sich klar gegen das erhobene Kriegsbeil aus. Krieg ist nie gut und über Tod und Leben soll nicht durch Menschenhand sondern den Willen Mannitous entschieden werden.

So wie der Schwere Mokassin die Bleichgesichter alle als schlecht und hinterlistig ansieht, so ist er selbst ein unehrenvoller Häuptling. Beim Überfallen einer vorbeifahrenden Kutsche sollen Waffen der Weißen erbeutet werden. Hierbei bleibt nach eiliger Glucht der Kutsche jedoch eine junge Frau - Frau Tiffany O’Toole - zurück. Was nun? Zum Glück war Martin Baumann - der Sohn des Bärenjägers - nicht weit und konnte bei dem Überfall dazwischen funken, sodass nichts Schlimmeres passiert ist. Tiffany, die als Schauspielerin zu einer Premiere auf Demo Weg nach Washington war, ist nun der weiten Wildnis ausgesetzt und so nimmt Martin sie mit zu sich auf den Hof. Schnell entwickelt sich mehr als nur eine Freundschaft zwischen Martin und Tiffany. So eine Liebesgeschichte gehört ja auch immer irgendwie mit dazu, oder?! ;-)

Die beiden genießen ihre Zeit miteinander bis der Schwere Mokassin den Sohn des Häuptlings der Schoschonen tötet. Der Geier kreist über den Rocky Mountains. Das Problem, bei der Leiche wird das Messer des Bärenjägersohnes Martin gefunden. Und das - bisher noch nicht bemerkt - hat der Schwere Mokassin Martin während des Überfalles abgenommen. 

Eine gemeine und böse durchtriebene Intrige des Sioux-Häuptlings. Doch durch seine Trauer und seine Wut über den Tod seines Sohnes fordert nun auch der Häuptling der Schoschonen seinen Stamm zum Krieg gegen die Bleichgesichter auf.

Die Krieger ziehen auf dem Weg in den Kampf hinauf in die Berge, wo ganz weit oben über den Wolken eine geheimnisvolle Stadt liegen soll: das so lange vergessene Reich eines sagenumwogenen Volkes. Die List des gemeinen Häuptlings Schwerer Mokassin scheint keinem bewusst und so einfach auch nicht aufzulösen. Doch der Apachenhäuptling Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand, die stets das Gute in jedem Menschen sehen, bringen die Wahrheit ans Licht.
Zwischen brodelnden Geysiren und über dampfenden Kratern kommt es zum entscheidenden Kampf zwischen Gut und Böse.
Wer wird gewinnen, wird der Geier noch einmal über den Rocky Mountains kreisen und kann Martins Unschuld bewiesen werden, sodass Frieden zwischen den Rothäuten und den Bleichgesichteen einkehrt? 

... zu einem Abenteuerspaß für die ganze Familie!

Anschauen könnt ihr euch das Spektakel noch bis zum 8. September jeweils donnerstags, freitags und samstags in der Mittagsvorstellung um 15.00 Uhr und in der Abendvorstellung um 20.00 Uhr. Sonntags zudem in der Mittagsvorstellung um 15.00 Uhr.

Meine persönliche Empfehlung sind die Spätvorstellungen. Wenn zu Beginn in der untergehenden Abendsonne die Hymne ‚Take Me Home, Country Roads’ ertönt und die Vorstellung mit einem tollen Feuerwerk endet, dann ist es für mich ein gelungener Abend. Denn das Lichspiel in der Kalkbergarena bei Sonnenuntergang ist wahrhaftig ein Traum. Wirklich toll und es träumt sich im Bett danach auch super.

Also, wenn ihr noch etwas für eure Freizeitgestaltung in eurem Ostseeurlaub sucht - ganz klare Empfehlung von mir! Aber da es sich hierbei um keinen Geheimtipp handelt, sondern die Karl-May Festspiele sich starker Beliebtheit erfreuen, rate ich euch, euch im Voraus um Tickets zu kümmern. Denn Sicherheit geht vor! ;-)

Und auch, wenn mal Schietwetter angesagt ist, könnt ihr euch vor Ort super mit einem Regenponcho behelfen. Günstig und sie erfüllen ihren Zweck, wenn man nicht im Vorwege an wetterfeste Kleidung gedacht hat, so wie ich.
Dieses Jahr war es für mich am vergangenen Freitag Abend wirklich ein feuchtfröhliches Vergnügen, das dank der tollen Story jedoch in schöner Erinnerung bleiben wird.
 
Habt einen tollen Abend und viel Spaß beim Indianer spielen,
 
Eure Sonja 

Zurück

Einen Kommentar schreiben