Schlemmer-November - St. Martin und die Martinsgans!

Schlemmer-November - St. Martin und die Martinsgans!

0 Kommentare

Wer ist eigentlich dieser St. Martin?

..berechtigte Frage oder? Ganz ehrlich, ich hätte euch vor dem heutigen Blogbeitrag auch nur eine daher gestammelte Antwort geben können. Gut, wir feiern hier oben weder ausgiebig St. Martin noch Karneval. Das soll aber mit Sicherheit keine Entschuldigung sein. Also hieß es: Recherchieren und informieren!

 Vorweg kann ich euch sagen: Die Story um den heiligen St. Martin ist gar nicht so trocken und unverständlich, wie ich zuerst erwartet hatte. So viele Jahreszahlen und wichtige Hintergrundinformationen, die man irgendwie, irgendwo vielleicht einmal aufgeschnappt hatte oder hätte aufschnappen sollen, werden gar nicht gebraucht. Und auch ich werde euch ganz sicher keinen Roman aus der Geschichte zaubern. ;-)
 
So, nun aber mal zum Sachlichen. St. Martin, der seiner Zeit als Jugendlicher der römischen Armee als Soldat diente, hieß mit bürgerlichem Namen Martin von Tours. In einem bitterkalten Winter traf Martin auf seinem Pferd auf einen armen Bettler, der ihn um eine Gabe bat. Großherzig wie Martin war, teilte er seinen Mantel in Zwei und schenkte die eine Hälfte dem Bettler. In der darauffolgenden Nacht erschien ihm im Traum Jesus Christus in Gestalt des Bettlers. Dies war für ihn der Auslöser seinen Dienst als Soldat niederzulegen und sich der Kirche und dem Glauben zu zuwenden.
Später ernannte man Martin zum Bischof von Tours und fortan stand er als St. Martin für den Schutz der Bettler, der Soldaten, der Haustiere und der Waffenschmiede.
 
St. Martin starb an einem 08. November und am 11. November erfolgte die Beerdigung. Seither gilt dieser Tag als Gedenktag.

Und was hat es mit der Martinsgans, dem Martinssingen und dem Martinsumzug auf sich?

Jedes Jahr am 11. November ziehen Groß und Klein mit bunten Laternen und Lichtern durch die Straßen. Vorweg reitet ihnen meist ein als römischer Soldat verkleideter Reiter mit seinem Pferd. Die Laternenumzüge symbolisieren die Ablösung der Martinsfeuer in den verschiedenen Ortschaften und lassen sich ebenso auf das Leben des St. Martin zurück führen.
Großherzig wie Martin war, war er ebenso sehr bescheiden und als er von seiner Wahl als Bischof erfuhr, wusste er es nicht anders und meinte sich verstecken zu müssen. Sein Versteck: Der nahegelegene Gänsestall. Die Bevölkerung machte sich also mit Laternen und Lampen auf die Suche nach Martin und letzten Endes war es das aufgeregte Geschnatter der Gänse, das ihn verriet. So erklärt sich also auch die Geschichte mit der Martingans. ;-)
 
Das Martinssingen ist nicht überall vertreten, wie die Martinsumzüge. Kinder ziehen hierbei von Tür zu Tür mit ihren Laternen und singen für Süßigkeiten und Gebäck.

Die Message hinter der Geschichte

Für mich symbolisiert die Geschichte das, was heutzutage nicht mehr für selbstverständlich gesehen wird. Werte wie Nächstenliebe und Mitgefühl, die einfach viel zu oft in den Hintergrund geraten und hinter einer Maske aus Desinteresse und Egoismus verschwinden.
Zwar bin ich der Meinung, dass es in Hinsicht auf den Charakter eines Jeden von uns kein Richtig oder Falsch gibt, dennoch ist es für uns heute zur Gewohnheit geworden wegzusehen. Wegzusehen, wenn etwas nicht in unser perfektes Weltbild passt.
Aber so ist es nun einmal: Die Welt ist nicht perfekt.
 
Wir alle können jedoch dazu beitragen, dass sie für jeden zwischen arm und reich, jung und alt erträglich und lebenswert wird. Warum nicht heute damit anfangen? Wie heißt es so schön: Jeden Tag eine gute Tat - nicht immer nur an sich selbst denken, sondern auch einmal über den Tellerrand schauen.
Also los, zaubert euren Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht und sagt lieber einmal mehr Danke als einmal zu wenig. :-)
 
Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig zum Nachdenken anregen und wünsche euch einen tollen Sonntag. Passt auf euch auf, ihr Lieben!
 
Eure Sonja

Zurück

Einen Kommentar schreiben